Die wichtigsten Sinne sind das Sehen, das Hören und das Fühlen. Jeder von uns hat einen Sinn, den er bevorzugt verwendet. Das ist wie mit den Händen. Man hat zwar eine linke und eine rechte Hand, aber eine davon wird mehr gebraucht, als die andere. Man spricht dann vom Rechts- oder Linkshänder. Genauso verhält es sich mit unseren 5 Sinnen. Jeder von uns favorisiert einen der fünf Sinne, ohne dass es ihm bewusst ist.
Daher unterscheiden wir folgende Lerntypen:
Visuelle Lerntypen (Lernen durch Sehen)
Auditive Lerntypen (Lernen durch Hören)
Kinästhetische Lerntypen (Lernen durch Bewegung und Aktivität)
Visueller Lerntyp (Lernen durch Sehen)
Visuelle Lerntypen sind meistens sehr gut in der Schule. Erfahrungsgemäß können sie sich Fakten besser merken, wenn sie den Lernstoff aufschreiben. Man erkennt die visuellen Lerntypen auch daran, dass sie eine sehr bilderreiche Sprache haben. Sie können sich gut innere Bilder merken, die sie dann bei Bedarf wieder hervorholen. Bilder haben auch die Eigenschaft, dass sie automatisch ins Langzeitgedächtnis gehen. Das derzeitige Schulsystem kommt diesen Lerntypen sehr entgegen, da sehr viel Unterrichtsstoff visuell vermittelt wird. Denken Sie an die Tafel, die Bücher, die Schulhefte, Overheadfolien usw. Die visuellen Lerntypen sind jene, die ihnen genau sagen können, wo was in ihren Unterlagen steht. Sie haben den großen Überblick und können sich auch gut Details merken. Anerkennung genießen sie zumeist, wenn sie etwas Positives „sehen“ können.
Auditiver Lerntyp (Lernen durch Hören)
Für ihn sind das Hören und das Sprechen entscheidende Hilfen. Das sind jene Lerntypen, die beim Lernen alles laut vor sich hersagen. Beim Schreiben und beim Lesen bewegen sie häufig ihre Lippen. Sie können Gehörtes hervorragend nacherzählen, was vor allem Schüler in Fächern wie Geschichte, Sachkunde usw. sehr entgegenkommt. Auch Gedichte können sich solche Lerntypen schnell merken, da sie leicht auswendig lernen. Allerdings sind Deutsch und Mathematik meistens nicht ihre Stärken. Diese Lerntypen brauchen auch sehr viel Ruhe, wenn sie sich konzentrieren sollten. Da das Hören der dominierend bevorzugte Sinn ist, werden sie auch durch kleinste Geräusche abgelenkt. So haben diese Menschen oft Schwierigkeiten, wenn sie in der Gruppe lernen sollten, da sie dauernd durch irgendwelche Geräusche abgelenkt werden. Sie sind für ausgesprochenes Lob sehr empfänglich, hören jedoch auch, ob der Tonfall zum Gesagten kongruent ist.
Kinästhetischer Lerntyp (Lernen durch Bewegung und Aktivität)
Diese Menschen sind sehr praktisch veranlagt. Sie packen einfach alles an ohne großartig nachzudenken und verlassen sich auf ihr Gefühl. Sie prägen sich den Lernstoff am besten ein, wenn sie beim Lernen aktiv und in Bewegung sein können. Erkennen kann man diese Lerntypen daran, dass sie gerne mit den Händen sprechen. Solche Menschen lernen gut durch unterstreichen oder malen. Sie sind am besten in jenen Fächern, in denen sie etwas mit den Händen herstellen können, wie z.B. Werken, Versuche in Physik usw. Diese Menschen haben es im derzeitigen Schulsystem am schwersten. Für solche Lerntypen sind daher Montessorischulen bestens geeignet. Denn hier wird Vieles anhand von Materialen und mit Bewegung gelernt. Für den kinästhetischen Lerntyp ist es sehr wichtig, dass er sich wohl fühlt und in einer gemütlichen Lernatmosphäre lernen kann. Ferner sind sie auch sehr empfänglich für ein anerkennendes „Schulterklopfen“.






