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Web-Sünden: User in der Sackgasse

Obwohl der Web-Auftritt entscheidend zum Erfolg beiträgt, geben sich viele Unternehmen damit kaum Mühe. Die häufigsten Sünden:

Sünde 1: Verwirren

Der Nutzer erkennt erst auf den zweiten Blick, um welche Art von Angebot oder Unternehmen es geht. So genannte Flash Intros, animierte Einstiegssequenzen, sind zwar hübsch, halten aber auf und ärgern eher als dass sie nützen. Der erste Eindruck ist vertan.

Sünde 2: Fehlleiten

Der Nutzer kann sich nicht orientieren. Ein Wegweiser fehlt, wesentliche Steuerelemente, wie der Home-Knopf, sind unlogisch angeordnet oder tauchen immer wieder woanders auf. Ganz schlecht: Der User landet in Sackgassen ohne Möglichkeit zum Weiterklicken.

Sünde 3: Überraschen

Die Seite konfrontiert den Nutzer mit zu viel Unerwartetem. Etwa mit einer Animation, wenn er nach dem Klick eigentlich einen Text erwartet hätte. Studien zeigen: Internet-Surfer wollen in erster Linie webweite Standards.

Sünde 4: Vollmüllen

Texte sind nachlässig formuliert, Nachrichten veraltet. Zudem bietet die Seite schlecht aufbereitete Inhalte oder nur Selbstdarstellungen an. Diese werben zwar ausgiebig für das Unternehmen - Produktinfos findet der Nutzer aber erst nach mühsamem Suchen.

Sünde 5: Schweigen

Das Internet ist ein interaktives Medium. Die Chance dazu ist verschenkt, wenn Nutzer gar nicht oder erst nach langem Suchen direkte Kontaktstellen, wie E-Mail, Telefonnummern oder Rückruf-Knöpfe finden. Auf Anfragen nicht zu antworten ist noch schlimmer.

Sünde 6: Schlecht lesbare Texte

 

Es gibt verschiedene Wege, Texte unlesbar zu gestalten :

Wahl der Schriftart und -größe.
Schriftarten wie Courier oder Times New Roman sind durch ihre vielen Kanten und Ecken schwerer lesbar als Schriftarten aus der Sans-Serif-Familie (Arial, Verdana, Helvetica etc.)

Sünde 7: Hohe Ladezeiten

Eine Webseite sollte inklusive Grafiken, Countern, Scripts, etc. nicht mehr als 50K groß sein. Die Homepage sollte 30K nicht überschreiten. Ansonsten brechen die Besucher sehr wahrscheinlich den Ladevorgang ab und surfen weiter. Wie so oft bestätigen Ausnahmen die Regel. Wenn die Besucher wissen, was sie erwartet und dass sich das Warten lohnt, darf der Ladevorgang auch länger dauern.

Sünde 8: Tote Links

Links, die auf eine nicht vorhandene Datei verweisen, heißen "tote Links". Klickt man darauf, erscheint eine Fehlermeldung. Solche toten Links machen einen unprofessionellen Eindruck. Es gibt aber Tools, die Webseiten auf tote Links überprüfen können.

Sünde 9: Zu viele Werbebanner

Es bringt nichts, Webseiten von oben bis unten mit Werbebanner zuzupflastern. Um mit Werbung ernsthaft Geld zu verdienen braucht man ein paar tausend Besucher im Monat. Deshalb kann in den meisten Fällen auf Banner verzichtet werden. Falls man es trotzdem versuchen möchte, sollte man nur ein oder zwei Banner pro Seite verwenden, diese dann aber prominent platzieren.

Sünde 10: Schlechte Navigation

Eine gute Navigation ist sehr wichtig. Die Links sollten verständlich und übersichtlich angeordnet sein. Verwendet man Bilder als Navigationslinks, sollte man auf keinen Fall den alternativen Text vergessen, der angezeigt wird, wenn die Grafiken noch nicht geladen sind, oder der Besucher Grafiken deaktiviert hat. Der beste Inhalt nützt nichts, wenn sich die Besucher nicht zurechtfinden.

Sünde 11: Gesamter Inhalt zentriert

Vor allem Anfänger machen oft den Fehler den gesamten Text zu zentrierten. Diese Vorgehensweise sollte man nur dann verwenden, wenn man etwas hervorheben möchte. Für längere Textpassagen ist es denkbar ungeeignet, weil diese Textpassagen sehr schlecht lesbar sind. Eine Site auf der alle Textzeilen zentriert sind macht einen unprofessionellen Eindruck. Nichts dagegen spricht die komplette Webseite zu zentrieren. Dadurch wird gerade auf modernen Monitoren mit extrem hohen Auflösungen eine gewisse "Bildleere" vermieden, die bei einer linksbündigen Ausrichtung zwangsläufig entsteht.

Sünde 12: Aktualität vortäuschen
 

Viele Sites werben mit "aktuellen News", die in Wirklichkeit Wochen alt sind. Wenn man aktuelle News verspricht, dann sollte man diese auch bieten, ansonsten sollte lieber darauf verzichtet werden.

Sünde 13: Rechtschreibfehler


Man sollte gut auf korrekte Rechtschreibung achten. Rechtschreibfehler wirken sehr unprofessionell, besonders bei Firmensites.

Sünde 14: Siteklau
 

Das Klauen von Grafiken und Kopieren von Texten ist fast schon zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Bevor man eine Grafik, ein Script oder einen Text von einer fremden Seite verwendet, sollte man vorher den Besitzer um Erlaubnis bitten, den alle Werke unterliegen automatisch dem Urheberrecht.

Sünde 15: Alternativen Text bei Grafiken vergessen
 

Geben Sie bei jeder Grafik einen alternativen Text an. Dies können Sie mit dem Zusatz alt="Ihr Text". Dieser Text wird immer dann angezeigt, wenn die Grafik noch nicht geladen wurde oder der Surfer Grafiken deaktiviert hat. Angezeigt wird er auch, wenn der Besucher mit dem Mauszeiger über die Grafik fährt. Vor allem behinderte Menschen sind auf den alternativen Text angewiesen und auch Suchmaschinen durchsuchen den Text nach Stichworten. Grafiken ohne wirklichen Nutzwert sollten Sie mit alt="" versehen.

Sünde 16: Schlechte Grafiken
 

Bevor Sie eine schlechte Grafik verwenden, verzichten Sie lieber darauf. Schlechte Grafiken sind zum Beispiel solche mit einer anderen Hintergrundfarbe, als die der Webseite. Auch den Aliasing-Effekt, bei dem die Grafik einen hässlichen Treppenstufen-Effekt hat, sollten Sie vermeiden. Verwenden Sie dazu die Anti-Aliasing, bzw. Glätten-Funktion Ihres Grafikprogramms. Schlecht sind auch schief gescannte oder verwaschene Logos und ausgefranste Grafiken.

Sünde 17: Scheinlinks
 

Gemeint sind damit unterstrichene Wörter und Wörter in der typischen blauen Linkfarbe. Der Besucher klickt darauf und muss enttäuscht feststellen, dass es sich gar nicht um einen Link handelt. Umgekehrt ist es genauso schlimm: Ein Link sollte auch als ein solcher zu erkennen sein. Links sollten immer mindestens blau oder unterstrichen sein und normale Wörter sollten nie unterstrichen oder blau sein. Das ist eine wichtige Orientierungshilfe, die man den Besuchern nicht nehmen sollte, auch wenn es vielleicht nicht ganz in das Design der Seite passt. Nur in einigen, wenigen Ausnahmen wie zum Beispiel bei Navigationsmenüs kann man diese Regel außer Acht lassen.

Sünde 18: Optimierung für spezielle Auflösungen, Browser, etc.
 

Ihren Seiten sollten mindestens vom Internet Explorer und Netscape Navigator jeweils ab Version 4 bei einer Auflösung von 800x600 Pixeln zu betrachten sein. Natürlich kann es sein, dass ihre Site bei einer höheren Auflösung besser aussieht, als bei einer niedrigen, aber sie sollte auch mit einer geringen Auflösung zumindest noch benutzbar sein. Beachten Sie diese Regel nicht, schließen Sie einen Großteil Ihrer Besucher aus.

Sünde 19: Uneinheitliches Design
 

Einheitliches Design ist wichtig, da die Besucher ansonsten die Orientierung verlieren und nicht mehr wissen, ob sie sich überhaupt noch auf Ihrer Site befinden.

Sünde 20: Spielereien
 

Datumsanzeigen, Ticker, etc. sind (fast immer) überflüssig und erhöhen nur die Ladezeiten. Verzichten Sie auf Dinge, die nicht eindeutig zum Nutzwert Ihrer Site beitragen.

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