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Frames

Mit Hilfe von Frames lassen sich mehrere HTML-Dokumente auf einer einzelnen Seite anzeigen. Für diese Funktion gibt es eine Reihe von praktischen Anwendungen. Allerdings verhalten sich Seiten auf Rahmenbasis anders als normale Seiten. Der
Grund dafür ist, dass es sich bei ihnen nicht um HTML-Dokumente handelt, sondern um Metadokumente, die HTML-Dokumente aufrufen und anzeigen können. Eine Rahmenseite enthält keine HTML-Text-Tags, sondern nur die Parameter für Frames und URLs der HTML-Dokumente, die dazu vorgesehen sind, sie auszufüllen. Aus diesem Grund zeigen Frames manchmal unerwartete Ergebnisse, insbesondere bei Verwendung des Back-Buttons. Wenn Sie in Frames navigieren und dann auf Back drücken, gehen Sie innerhalb des Rahmens zurück und nicht zur davor liegenden Seite. Trotz ihrer Unvorhersagbarkeit und ihrer ästhetischen Beschränkungen bieten die Frames eine Funktionalität, die sich für bestimmte Inhalte gut eignet und die Wartung der Site sehr erleichtern kann.

Frames bieten Flexibilität

Frames eignen sich beispielsweise für Sites, deren Inhalt dazu gedacht ist, häufig verändert zu werden. Da man eine Site auf Rahmenbasis so gestalten kann, dass sie eine Datei zum Navigieren beinhaltet, braucht man, wenn man Seiten hinzufügen oder entfernen will, nur diese eine Datei zu modifizieren. Auf dieser Site muss zum Beispiel bei Herausnahme oder Hinzufügung von Informationen jeweils nur eine Datei verändert werden, weil jede Seite nur über wenige Links verfügt.

Frames bieten Funktionalität

Frames können einem bestimmten Bereich Ihrer Site funktionale Kohärenz verleihen. Nehmen wir an, sie enthält unter anderem eine Sammlung von Robert Frost-Gedichten. Sie könnten nun mit Hilfe von Frames einen virtuellen Leseraum für die Gedichte schaffen, wobei der am weitesten links stehende Frame die Navigationslinks und der Hauptrahmen die Gedichte enthält. Die Besucher würden diesen Bereich höchstwahrscheinlich aufsuchen um eine Zeitlang darin zu verweilen. Navigieren würden sie mit Hilfe der von Ihnen bereitgestellten Links, so dass die sonderbare Navigationsform des Back-Buttons nicht allzu störend wäre. Sie können Frames auch dazu verwenden, die Interaktivität Ihrer Site zu erhöhen. Sie gestatten es Ihnen, eine Seite auf den Bildschirm des Benutzers zu bringen und ihren Inhalt zu verändern, ohne den ganzen Bildschirm dabei umzuschreiben. Die einzelnen Frames können miteinander interagieren; durch das Anklicken eines Links in dem einen kann man den Inhalt des anderen verändern. So kann zum Beispiel ein Text, der in einem Frame Anmerkungen enthält, mit einem Fußzeilenrahmen verbunden werden, so dass das Anklicken der Textreferenz den Fußzeilenrahmen mit der entsprechenden Anmerkung füllt.

Frames bieten Interaktivität

Frames ermöglichen es dem Benutzer, bestimmte Inhalte selbst auszuwählen. Das ist besonders wichtig, wenn mit großen Dateien gearbeitet wird. Nehmen wir an, Sie haben eine Filmdatei, die Sie gerne mit anderen Elementen wie beispielsweise Text auf Ihre Seite bringen würden. Anstatt den Benutzer nun dazu zu zwingen, sich die Datei herunter zu laden, möchten Sie es lieber als Option zur Verfügung stellen. Wenn Sie nun einfach den HTML-Tag für den Film auf die Seite mit Ihren anderen Seitenelementen stellen, wird sich die Filmdatei automatisch mit der Seite laden. Wenn sie jedoch auf mehreren Frames basiert, können Sie einen Seitenbereich als Filmrahmen gestalten und dem Benutzer dort einen Link zur Verfügung stellen, auf den er klicken kann, wenn er Dateien aus diesem Bereich herunterladen möchte.

Ästhetik

Viele Seitendesigner verwenden keine Frames, weil diese festgelegte Begrenzungen haben und nur bedingt flexibel sind. Die heutigen Versionen der Browser-Software gestatten es aber, weitaus mehr Rahmenparameter zu definieren als bei den früheren Versionen. Die Framegrenzen lassen sich heute tatsächlich auf Null einstellen. So kann man die Funktionen der Frames nutzen, ohne dazu gezwungen zu sein, sie sichtbar werden zu lassen und möglicherweise die Harmonie der Seite zu stören.

Tabellen können auf kreative Weise verwendet werden, um wirkungsvolle Effekte zu erzielen. Es gibt eine Reihe von Gestaltungsproblemen, für die sie gute Lösungen anzubieten haben. Mit ihnen kann man zum Beispiel ein zusammengesetztes Bild in einzelne Teile zerlegen und diese dann mit Hilfe von Tabellenzellen wieder zusammensetzen. Das ist sehr nützlich für Umlaufeffekte oder Bildüberschriften. Achten Sie auf feste Absätze in Ihrem HTML-Code, wenn Sie Tabellen zum Zerschneiden von Bildern verwenden. Ein fester Absatz vor einem </TD>-Tag bringt zusätzlichen Raum zwischen die Tabellenzellen. Sie müssen auch das Cell Padding, das Cell Spacing und Ränder auf 0 stellen, damit das Bild korrekt gestückelt werden kann. Vergessen Sie außerdem nicht, mit Hilfe des Ein-Pixel-GIF zu verhindern, dass die Zellen Ihrer Tabelle in sich zusammenbrechen.

Umgang mit URI´s

Normalerweise zeigt ein Browserfenster ein HTML-Dokument an. Dessen absolute Adresse im Internet (der URI (Unified Ressource Identifier)) wird in der Adresszeile des Browsers angezeigt. Bei der Verwendung von Frames funktioniert das nicht mehr. Angezeigt wird immer der URI des Frame-Dokuments, nicht der des Hauptdokuments, das der Benutzer gerade liest. Dies erschwert die Orientierung im Web.

Manchen erscheint das sogar wünschenswert, mit dem Argument:
Wozu sollen sich die User mit meiner Ordnerhierarchie beschäftigen, für die Orientierung ist doch der Navigationsframe und die Überschriften der Einzeltexte da.

Diese Haltung vergisst zwei grundlegende Techniken der Orientierung im Netz: Das Setzen von Bookmarks ("Lesezeichen"), um später zu einer Fundstelle zurückzukommen und das referenzieren fremder Texte durch Hyperlinks. Das Problem ist das selbe.

Suchmaschinen

Bei schätzungsweise 2.200.000.000 Internetseiten sind Suchmaschinen das wichtigste Mittel der Surfer, um uns zu finden und unser wichtigstes Mittel gefunden zu werden. Die meisten davon arbeiten mit "robots" oder "spiders", flinken Computerprogrammen, die Webseiten lesen, indizieren und in die Datenbank aufnehmen. Diese arbeiten im Prinzip wie ganz einfache Textbrowser und sie suchen nach Inhalt. Das ist aus ihrer Sicht vor allem der TITLE eines Dokuments, dann die Überschriften H1...H6, dann der eigentliche Text (manche werten auch spezielle META-Tags für Suchmaschinen aus; deren Gewichtung wurde aber stark reduziert, nachdem damit zuviel Schindluder getrieben wurde).

Was sieht ein Suchmaschinen-robot auf einer Frames-Seite? Nichts! Denn die Seite mit der Frames-Definition hat keinen Inhalt und die aufgerufenen Unterseiten werden nicht verfolgt.

Was unter Umständen gefunden und katalogisiert wird, ist der NOFRAMES-Teil (z.B. findet ein Suchmaschine den Satz "Ihr Browser unterstützt keine Frames" 2.560.000 mal im Netz. Dies deutet jedoch auf eine recht unprofessionelle Programmierung hin, da diesen Standard-Satz das Programm MS Frontpage beim Erstellen einer Frameseite automatisch hinzu fügt.). Der führt wiederum zu den einzelnen Seiten oder zu einer extra NOFRAMES-Version der Site. Da heutzutage jedoch fast jeder Browser Frames problemlos darstellen kann, und die führenden Suchmaschinen mit anderen Methoden arbeiten, sollte aus Performance-Gründen auf den NOFRAMES-Teil  verzichtet werden, um den Speicherplatz-Bedarf der Webseite zu verringern. Da es sich bei dieser Seite in der Regel um die Startseite eines Internet-Auftritts handelt ist dieser Punkt nicht unrelevant.

Der Surfer, der uns über eine Suchmaschine findet, kommt also vielleicht zu uns, aber genauso wie der Firmenvertreter aus obigem Beispiel entweder auf unsere Startseite oder auf eine aus dem Zusammenhang gerissene Unterseite.

Frameset

Die Funktion "checkFrameset" muss in jede Unterseite sowie in die Datei, welche das Frameset enthält, als "checkFramecall" eingefügt werden. Somit wird verhindert, dass eine Unterseite direkt, per Lesezeichen oder aus einer Suchmaschine ohne Frameset aufgerufen werden kann. Dadurch ist oft nicht nachvollziehbar, welches Unternehmen dahinter steht, da Kontaktdaten und Navigation in einem anderen Frame untergebracht sind. Das ist ja nun mal der Sinn einer Frameseite. Ein Nichteinbinden dieser Funktion gilt als größte Usability-Sünde überhaupt und lässt viele Ihrer Interessenten zur Konkurrenz wechseln, weil Sie einfach nicht zu ermitteln sind.

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